Leistungen

Neuroonkologie ist ohne Unterstützung durch moderne Computertechnik nicht denkbar. Rezidiv eines spheno - orbitalen Meningeoms ( linkes Bild ), Stereolithographiemodell mit Planung der Resektionsgrenzen sowie des erforderlichen Implantates ( mittleres Bild ), Zustand nach Operation mit Entfernung der klinisch relevanten Tumoranteile sowie einzeitiger Rekonstruktion mittels CAD / CAM Implantat ( rechtes Bild ).

 

Ambulante Diagnostik und Therapie

Eine spezielle Sprechstunde für Patienten mit Tumorerkrankungen wird sowohl von der neurochirurgischen Klinik am Clemenshospital Münster als auch der neurologischen Klinik am Herz-Jesu-Krankenhaus Münster vorgehalten. An beiden Standorten wird die Sprechstunde von erfahrenen Fachärzten abgehalten, welche stets eng miteinander kommunizieren. Die Sprechstunden dienen dabei nicht nur der Primärdiagnostik, sondern auch der Durchführung regelmäßiger Nachsorgeuntersuchungen.

In der neurochirurgischen Klinik wird zudem an jedem Mittwoch eine onkologische Sprechstunde von unserem Kooperationspartner Dr. med. G. Dresemann abgehalten für die Bereiche Diagnostik, Nachsorge und ambulante Chemotherapie.

Die Zuweisung erfolgt regional und überregional, auch Patienten aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland sind uns willkommen. Gerne stehen wir auch für Zweitmeinungen zur Verfügung.

Chirurgische Therapie

Die neurochirurgische Klinik ist personell und technisch ausgestattet für Eingriffe aller Schwierigkeitsgrade bei allen neuroonkologischen Erkrankungen, einen besonderen Schwerpunkt stellen die Schädelbasischirurgie sowie die Orbitachirurgie dar.

 

Technische Ausstattung:

Moderne OP Mikroskope ( Zeiss Pentero )

Navigationssystem ( BrainLab )

Fluoreszenz gestützte OP bei Glioblastomen

Intraoperativer Ultraschall ( BK Medical )

Ultraschallaspiratoren ( CUSA )

Neuroendoskopie ( Storz )

Stereotaxie ( MHT )

Intraoperatives neurophysiologisches Monitoring ( FAEP, SEPs, MEP, Phasenumkehr, EMG )

Instrumentarien zur Rekonstruktion / Stabilisierung bei Tumoren der Wirbelsäule in allen Abschnitten von ventral und dorsal

 

Alle Eingriffe werden unter der Leitung erfahrener Fachärzte durchgeführt. Für die postoperative Überwachung steht unsere moderne interdisziplinäre Intensivstation zur Verfügung, gleichermaßen eine sog. Intermediate Care Station. Bei Patienten mit schweren neurologischen Störungen kann die Rehabilitation direkt auf der eigenen Station für neurochirurgische Frührehabilitation begonnen werden, wobei dort parallel zur rehabilitativen Behandlung auch erforderliche adjuvante Therapien durchgeführt werden können ( Bestrahlung, Chemotherapie ).

Strahlentherapie

Stationäre und ambulante Bestrahlungen unserer Patienten erfolgen in der Klinik für Strahlentherapie im Clemenshospital. Auch hier werden alle modernen Behandlungsverfahren vorgehalten.

Onkologie

Patienten mit primären Neurotumoren behandeln wir in Kooperation mit Hrn. Dr. med. G. Dresemann ( Sprechstunde im Clemenshospital s. oben ).

Patienten mit Metastasen werden in Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin III des Clemenshospitals ( Onkologie ) behandelt.

Neuropathologie

Alle Gewebeproben, die bei neurochirurgischen Operationen entnommen werden, werden untersucht am Institut für Neuropathologie des Universitätsklinikum Münster ( UKM ) unter der Leitung von Prof. Dr. med. W. Paulus. Dort stehen in einem modernen Institut alle Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung, die eine exakte Klassifikation der Tumoren nach WHO und damit eine Therapie gemäß gültiger Leitlinien erlauben.

Interdisziplinäre Tumorkonferenz ( "Tumorboard" )

Das „Tumorboard“ ist das Herzstück des neuroonkologischen Netzwerks. Hier treffen sich 1 x / Woche alle Experten im Clemenshospital, um die aktuellen Behandlungsfälle zu besprechen und über die weitere Diagnostik oder Therapie zu entscheiden. Dabei wird jeder Patient mit seiner Erkrankung besprochen bei Erstvorstellung, nach erfolgter Operation, am Ende einer Therapiesequenz sowie bei Befundänderung im Rahmen der Nachsorge. Insofern hat die interdisziplinäre Konferenz die Aufgabe, die gleichbleibende Qualität der Behandlung im gesamten Verlauf sicher zu stellen. Natürlich steht die Konferenz auch den zuweisenden Ärzten sowie den in die Nachbehandlung einbezogenen Hausärzten offen.

Psychoonkologie / Selbsthilfe

Es ist uns wichtig, dass neben den medizinischen auch psychologische und soziale Aspekte der Erkrankungen bekümmert werden. Hierzu verfügen wir über eine speziell ausgebildete Psychoonkologin, die ebenfalls für die neuropsychologische Diagnostik verantwortlich ist. Ein Kontakt zu Selbsthilfegruppen ist bereits während des stationären Aufenthaltes möglich: einerseits ist die zuständige Mitarbeiterin der Krebsberatung Münster ( Stephanie Stumpe ) regelmäßig auf unseren Stationen zu Besuch, der Kontakt kann auf Ihren Wunsch hin aber auch über die Pflege unserer Stationen jederzeit hergestellt werden. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Psychoonkologie und Selbsthilfe findet statt, auch sind die Bereiche bereits in unsere interdisziplinäre Tumorkonferenz eingebunden.